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„Pflege bedeutet Wertschätzung!“ – Wie die Krise den Blick auf unsere Branche verändert.

Während viele Menschen im Home Office sitzen, andere in Kurzarbeit gehen müssen und Social Distancing das Wort der Stunde ist, sind Pflegekräfte mehr denn je gefragt. Gleichzeitig erfahren sie jetzt eine völlig neue Wertschätzung in der Öffentlichkeit. Für das AWO Pflegeteam Hamburg gehörte das auch schon vor der Krise zum Alltag.

Corona hat unser Leben, unser Miteinander und die Gesellschaft auf den Kopf gestellt. Gleichzeitig hat es unseren Blick auf viele Dinge verändert. »Wenn man der aktuellen Situationen etwas Positives abgewinnen möchte, dann ist es die Aufmerksamkeit, die die Pflegebranche im Zuge der Krise erfährt«, stellen die Pflegedienstleiterinnen der AWO Sozialstationen heraus. Der Begriff »systemrelevant« wurde zum Schlagwort auf Social Media und in der Politik. Viele unserer Fachkräfte bei der AWO Hamburg fragen sich jetzt: »Warum bedarf es erst einer Krise, damit wir für unsere wertvolle Arbeit geschätzt werden?«

Die Aufwertung der Pflege 

»Das, was du machst, könnte ich nicht. Ich habe echt Respekt davor.« Sätze, die unsere Pflegekräfte nicht selten hören und sich oft auf die Grundpflege der Bewohner reduziert. Seitdem die Branche durch die Pandemie in den Vordergrund der Berichterstattung gerückt ist, wird der Öffentlichkeit ein ganz neues und vielfältigeres Bild vermittelt. Plötzlich sieht die breite Masse, dass Pflegekräfte nicht nur pflegen und waschen, sondern auch betreuen, unterstützen, zuhören, beruhigen und damit zu wichtigen Bezugspersonen der Senioren werden. Der Beruf erfährt sowohl eine neue Aufmerksamkeit als auch eine Aufwertung.

Der große Unterschied

Unsere tägliche Arbeit in der Pflege kann ohne Wertschätzung nicht funktionieren. Das gilt sowohl gegenüber den Senioren als auch gegenüber den Mitarbeitern des Pflegeteams der AWO. Bei dem umkämpften Markt und Pflegekräfte ist gelebte Wertschätzung ein entscheidender Faktor für die Gewinnung und Bindung von Personal. »Wir haben langjährige Teams, in denen auch Freundschaften entstehen. Wir fördern unsere Fachkräfte durch Weiterbildungen. Auch eine mit den Mitarbeitern individuell abgestimmte Dienstplangestaltung sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie stehen bei uns oben auf der Prioritätenliste«, betont Latifa Sarwari. Gleichzeitig spielt das Gehalt eine wichtige Rolle. Denn wenn die Arbeit gerecht entlohnt wird, ist das auch eine Form der Wertschätzung. Wir bezahlen unsere Mitarbeiter nach Tarif. Dieser beinhaltet unter anderem jährliche Lohnsteigerungen, verlängerte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und ein 13. Monatsgehalt.

Manche haben Angst, andere sind optimistischer

Als klar wurde, dass das Virus nach Deutschland kommen wird, hat unsere Geschäftsführung schnell reagiert und die Schutzausrüstung entsprechend aufgestockt, damit sie während der Pandemie ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung nachgehen können. Die erhöhten Schutzmaßnahmen haben unsere Kunden und Bewohner beruhigt. Manche haben Angst, andere sind optimistischer. Daher gehen unsere Pflegeteams mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis auf unsere Kunden ein. Denn sie wissen: Wer auf Pflege angewiesen ist, sollte grundsätzlich immer das Gefühl bekommen, in jeder Situation professionell und würdevoll behandelt zu werden. Und das ist die größte Wertschätzung am Menschen.

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